Freilichtbühne Ebermannsdorf

Pressebericht vom 15.01.2010

Unvergessliche Figuren von Wilhelm Busch

Die

beiden Darstellerinnen von Max und Moritz, Corina König und Sabine Wagner, eingearbeitet in das Logo des Freilichttheaters

Mehr als 30 Laiendarsteller bereiten sich bereits seit Oktober auf das große, kulturelle Highlight des Jahres 2010 in Ebermannsdorf vor. Wenn die Proben abgeschlossen und der urige Gutshof auf dem Schlossberg fertig vorbereitet ist, startet das Freilichttheater „Max und Moritz“ am 11. Juli mit der Premiere. Es wird das Ergebnis einer langen Planung der beiden Organisatoren Hans-Georg Hierl und Siegfried König sein. Mit unglaublich viel Elan, Herzblut und Tatendrang setzen sich beide für die Umsetzung ihrer Idee ein.
Volkskunst von Wilhelm Busch – ein Begriff, der für Ebermannsdorf im wahrsten Sinn des Wortes zutrifft, denn alle Darsteller sind ansässige Gemeindebürger. Sie alle sind ausschließlich ehrenamtlich engagiert und das Lachen von Groß und Klein wird der schönste Lohn und Dank für sie sein. Mit dem Freilichttheater unterstützen die Spieler die Finanzierung der Restaurierung der alten Johanneskirche.
Als Kostümschneiderin konnte man Erna Wiedenbauer gewinnen. Mit geübter Nadel wird sie jedem Akteur das passende Outfit auf den Leib schneidern. Sämtliche Accessoires, von der Kopfbedeckung bis zu den Schuhen, werden mit großer Detailverliebtheit von ihr hergestellt. „Die Kostüme werden einen ganz besonderen Augenschmaus bieten“, verspricht Erna Wiedenbauer.
Die Darsteller verkörpern die unvergesslichen Typen des berühmten Klassikers, von Witwe Bolte über Schneider Böck und Bauer Mecke – in der realen Umgebung einer zeitgemäßen Kleinstadt. Diese eigens kreierte und in detailgenauer Maßarbeit gefertigte Max-und-Moritz-Stadt als Bühnenbild wird die Zuschauer in ein Echtzeittheater versetzen.
Aufwändig, mit vielen Effekten und Überraschungen wird sie derzeit für die Gutshofbühne gezimmert. Die gegenüberliegende Tribüne wird von einer professionellen Firma aus Nürnberg erbaut und ermöglicht bis zu 300 Zuschauern beste Sicht auf allen Plätzen.
Der Kartenvorverkauf über die Website www.okticket.de läuft bereits auf Hochtouren. Für alle, die sich die Eintrittsarten für eine der insgesamt elf Vorführungen nicht über das Internet besorgen können, besteht am heutigen Samstag von 14 bis 16 Uhr die Möglichkeit, im Pfarrsaal der Bruder-Konrad-Kirche Karten zu ordern. Eine gelungene Website, die von Josef Beer erstellt wurde, findet man unter www.freilichtbuehne.ebermannsdorf.de. Beer sorgt außerdem für den guten Ton und die perfekte Technik bei allen Vorführungen.
Bei den Castings mit dem Kallmünzer Regisseur Bernhard Hübl und dem Spielleiter Franz Pfab konnten alle nötigen Rollen an Ebermannsdorfer Laien vergeben werden. „Wichtig ist jeder einzelne Spieler“, so Hübl. „Denn das, was der Zuschauer bei den Veranstaltungen sieht, ist immer das Zusammenspiel von allen.“ (wec) / (awe)




Meldung vom 15.01.2010 Mittelbayerische Zeitung