Freilichtbühne Ebermannsdorf

Pressebericht vom 28.09.2010

Für die Johanneskirche 14000 Euro eingespielt

Kassensturz Erfolgsgeschichte des Freilichttheaters „Max und Moritz“ wurde durch die Übergabe der Spendensumme gekrönt.

EBERMANNSDORF. Dem Organisatorenteam Hans-Georg Hierl und Siegfried König gelang mit dem Freilichttheater am Gutshof im Sommer ein noch nie da gewesener Erfolg. Sie strahlten zurecht bis über beide Ohren, als sie jetzt sage und schreibe 14000 Euro – symbolisch mit dem Modell der altehrwürdigen Johanneskirche – an Josef Beer von der Kirchenverwaltung überreichten. Auch Bürgermeister Josef Gilch und Pfarrer Herbert Grosser waren sprachlos über diese enorme Summe und schüttelten den beiden Machern des Ebermannsdorfer Sommerspektakels dankbar die Hände.
Einige waren im Vorfeld skeptisch, dass dieses Projekt einen derartigen Gewinn bringen würde, aber Hierl war schon immer davon überzeugt: „Ideen bringen Geld!“.
Und die Idee, aus dem Gutshof etwas Besonderes zu machen, hatte der Künstler schon 2004 bei den Feierlichkeiten, die dort zum 1000-jährigen Jubiläum der Gemeinde stattfanden. Bestärkt durch Bernhard Hübls Bemerkung, „den Hof könnte man toll für ein Kindertheater nutzen“, ließ ihn dieser Gedanke nicht mehr los. Auch Sigi König war von Anfang an begeistert und fortan mit dieser Idee schwanger gegangen. Nach dem Wälzen zahlreicher Märchenbücher schlug dann Anfang 2009 die Geburtsstunde des Projekts „Freilichttheater Max und Moritz“.
Hans-Georg Hierl feilte mit dem Regisseur und mit Schreinermeister Sigi König so lange an seiner Vision herum, bis alles bis ins kleinste Detail durchdacht und geplant war. Danach ging es an die professionelle Umsetzung des Gesamtkunstwerks. Vom Bau der Kulissenstadt über das Organisieren und Aufbauen von Tribüne und Gastronomiebereich, das Nähen der Kostüme, bis hin zum künstlerischen Gestalten der Theaterstadt im Gutshof durch den Künstler selbst.
Hierl und König lobten die unzähligen ehrenamtlichen Helfer aus der Dorfgemeinschaft, die sowohl vor, als auch hinter den Kulissen ein harmonisches Team bildeten. Besonders den an der Realisierung maßgeblich Beteiligten dankten sie für ihr unermüdliches Engagement: Franz Pfab, Hans Forster, Erna Widenbauer sowie Klaus und Josef Beer. Durch die unbezahlte Hilfe und den großartigen Teamgeist sparte man zum Beispiel allein beim gemeinsamen Aufbau der Tribüne 3000 Euro.
Das i-Tüpfelchen war dann noch die geniale Auswahl der Schauspieler durch Regisseur Bernhard Hübl, der in den Bewerbern mit geübtem Auge die richtige Besetzung der Rollen gesehen und ihnen das Drehbuch „auf den Leib geschneidert“ habe. Die Richtigkeit seiner energischen Regieanweisungen bestätigten bei der Umsetzung der unglaubliche Erfolg und die Ovationen für alle Beteiligten. 4500 begeisterte Besucher in elf komplett ausverkauften Vorstellungen und Lobeshymnen bewiesen schließlich, dass alles einzigartig geplant und realisiert worden war.
Direkt nach dem Ende der Vorstellungen stand ein begeisterter Burkhard Graf Beissel von Gymnich, Hausherr von Schloss Guteneck, auf der Schwelle und kaufte die wunderbare Kulissenstadt vom Fleck weg. Er wird sie wetterfest und dauerhaft in seinen Schlossgarten integrieren und „Max und Moritz“ ab dem nächsten Sommer mit einer anderen Darstellergruppe wieder zum Leben erwecken. Auch die Kostüme, die Erna Widenbauer geschneidert hat, werden gegen bares Geld für die Johanneskirche in seinen Besitz übergehen.
Aufnahme: Für alle, die das Sommertheater in Ebermannsdorf nicht live erleben konnten, oder es sich noch einmal in Ruhe zuhause ansehen wollen, gibt es das Ganze auch auf DVD. Die Aufnahmen des Freilichttheaters aus verschiedenen Perspektiven wurden von der Ebermannsdorfer Video Produktion Herbert Probst professionell und ohne Bezahlung produziert.
Diese DVD gibt es zum Preis von zwölf Euro bei der Gemeindeverwaltung, in der Galerie Hierl oder bei Sigi König. Von den Einnahmen gehen neun Euro pro DVD ebenfalls auf das Konto der Johanneskirche, so dass die Benefizaktion noch weit über das Ende der Veranstaltung fortgeführt wird. (awe)

Foto: awe

Mit sichtlichem Stolz übergaben die Organisatoren des Freilichttheaters „Max und Moritz“, Hans-Georg Hierl (re.) und Siegfried König (2.v.re.) die einmalige Spendensumme von 14000 Euro zusammen mit einem Kirchenmodell im Beisein von Bürgermeister Josef Gilch (li.) und Pfarrer Herbert Grosser (Mitte) an Kirchenpfleger Josef Beer (2.v.li).